ihr seid alle herzlich eingeladen.
ausstellung.
24. November 2009my economical depressed mind …
30. Mai 2009ein paar fotografische hinweise, die euch erahnen lassen, was auf unserem busan-trip vor einer woche passiert sein könnte.







… became clear.
30. Mai 2009
viele tauben am strand.

jemand, der sie aufscheucht.

hier wohnten wir.

schauten wir fern.

sogar counterstrike wird im fernsehen übertragen.

die bademäntel haben leider zu unangenehm gerochen um sie zu tragen.

unser strand (haeundae beach) aus der ferne betrachtet.

riesenbrücke.


benecity. jawoll!

metropolitan museum of modern art. eintritt frei für touristen.

wir liefen einfach drauf los.

trafen buddha.

hatten die beeindruckendste aussicht unseres lebens (die hier nicht annähernd gut rüberkommt).

aus 634 metern höhe.

mussten uns vor etwaigen minen in acht nehmen.

und der bus nach hause kommt in etwa einer stunde.
lolmann.
the health benefits of wine
28. Mai 2009schweinedarm schmeckt so, wie ich’s mir vorgestellt hätte. ich schreibe, solange die eindrücke noch frisch sind.
von einer durchzechten nacht in einer häßlich-prächtigen stadt. wie sie aussieht, wenn in hyewha die plattenbauten im morgenrot erstrahlen und die zerfledderten straßen an eine wilde schlacht erinnern. mein bus nach hause ist die 109. wir haben ein paar austauschstudenten an einer anderen uni kennengelernt und haben uns auf ein paar bier getroffen. später champions-league gucken war der plan. meine schritten plätschern über den nassen frisch gekehrten asphalt. an meinen müden füßen flitzt eine kakerlake vorbei. nicht die erste heute nacht – meinen ekel habe ich schon gestern mit einer langen reportage bekämpft. meine eindrücke turnen um die wette. ich wundere mich über ein auto, in dem zwei polizisten schlafen und erinnere mich an die vollbesetzten polizeibusse, die ich stunden vorher am dongdaemun-markt gesehen habe. ich denke an einen jungen koreaner, der mir erzählt hat, dass er versucht die nordkoreanische bedrohung zu ignorieren – dass er sich um normalität bemüht. gestern habe ich schon wieder im wikipedia-artikel über hiroshima rumgelesen.
wenn man in seoul ist, fühlt sich vieles so surreal an. verkehrte welt, und immer wieder stolpert man über solche dinge. überall miniröcke bis zum anschlag – aber nie eine nackte schulter. laut auf die straße rotzen ist okay – laut schnäuzen geht garnicht. manchmal muss man schmunzeln und eine melodie lockt mich in ein franchise-café. der caffé americano ist noch nicht halb leer, da kommt auch schon mein bus. es ist sechs uhr morgens. ich habe nicht eine minute vom spiel mitbekommen, wünschte ich hätte musik dabei und frage mich, wie seoul aufwachen kann ohne schlafen zu gehen.
ein wanderer grüßt mich auf den letzten metern. ich bin überrascht. security guard augustine zeigt böse mit dem finger. das überrascht mich nicht. es gibt energy-drink zum frühstück. darüber muss ich noch nachdenken.
binebski
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17. Mai 2009und eine weitere erkenntnis: nie die hoffnung aufgeben.
entgegen allen erwartungen haben wir doch tatsächlich gestern einen männlichen koreaner ähnlichen alters persönlich kennengelernt. sae-bom, eine unserer hilfsstudentinnen, brachte ihren freund mit, der sehr nett ist, fließend englisch spricht, deutsche filme kennt und zudem noch sehr gern bier trinkt. es ist nämlich tatsächlich sehr schwer für uns koreaner kennenzulernen, weil es auf einer frauen-universität einfach keine gibt und weil die koreanerinnen, die wir kennen nie männliche freunde mitbringen. warum auch immer. und wann spricht man schonmal fremde auf der straße an und fragt ob sie deutsche freunde haben möchten? aber das warten hat sich ja gelohnt.
na dann prost.
lolmann.
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17. Mai 2009eine kleine erkenntnis der letzten wochen:
wenn man zuviele solcher dinge macht:

passiert soetwas:

be the challenger
15. Mai 2009dieses bild besagt, dass wir jetzt selfmade won-millionäre sind.

und dieses bild besagt, dass wir uns direkt dem dazugehörigen lifestyle untergeordnet haben. knusemang, mes enfants. knusemang.

what ‘cha ma call it?
12. Mai 2009antrieb – nach all der stimmungsschädlichen rumhängerei im wohnheim, haben wir uns ganz spontan entschlossen einen wochenend-trip an die ostküste zu machen, auch damit unser eindruck von korea nicht nur ein eindruck von seoul bleibt. bene und ich sind von samstag bis montag auf anraten von tina in eine hafenstadt namens sokcho gefahren.
busfahrt – geradezu luxuriös verglichen mit unserem trip nach gangwha-do. keine kotze unterm sitz, beinfreiheit und genug platz für alle. günstig dazu – 4 stunden fahrt für 10 euro. einziges manko – die dauerbeschallung durch den bordfernseher.
cass & hite – die biere unserer wahl – aus der dose.
dachpanorama – der ausblick unserer wahl, um die biere unserer wahl zu trinken – gab es auf dem hosteldach. hafenbecken vor der nase inklusive großer rostiger werbebuchstaben und pulsierendem leuchtturm für den flair.
essen – verhungern tun wir auch nicht. (für wilm)

fashion – neben quietschbunten schuhen und shirts mit neongrünen mercedes-profil-aufdruck, gab es auch diese schicken regenkutten.

gerüchte – ja, in südkorea läuft starcraft in der glotze – und zwar non-stop mit pausenlosen kommentaren eines überschwänglichen moderatorenteams.

the house – unser hostel mit metzger-badewanne, trinkwasserspender, tv und internet auf dem zimmer, schlafen auf dem boden, einem äußerst freundlichen koreanischen gastgeber und – gott sei’s gedankt – keiner curfew. zwei nächte für zwei personen kosteten 30 euro.
die internationale – das hostel war zwar relativ leer; ein paar globetrotter fanden sich aber trotzdem ein, unter anderem eine gruppe russischer motorradfahrer aus wladiwostok und ein pariser lebemann, der es bereute am vorabend mit einer gruppe russischer motorradfahrer aus wladiwostok getrunken zu haben.
das japanische meer – zuletzt im fernsehen wegen nordkoreanischer raketentests – jetzt auf unserem blog.

kulturgüter – auch diesmal gab es viel buddhistisches zu sehen. sehr viel.

landschaft – auf der fahrt durch’s koreanische kernland fiel vor allem eins auf – leere. zwischen dunkelgrünen bergen und braunen reisfeldern, brücken und tunneln standen nur selten häuser. auf dem ganzen weg passierten wir keine einzige größere stadt. zumindest nicht in der zeit, wo ich wach war.
meeresfrüchte – direkt nach dem einchecken waren wir am wasser. dort gab es in einer miniatur-seenlandschaft allerhand getier zu sehen. der einsiedlerkrebs, den ich mitgenommen habe, fängt an zu stinken, die seesterne sahen äußerst giftig aus, und unvorbereitet eine lebendige seeschnecke zu sehen, war ein schock. man stelle sich einen rattengroßen kriechenden haufen schleim vor. wenn mir jemand nachts so ein ding unter die bettdecke mogeln würde, würde ich schreien wie ein kleines kind und vermutlich vor angst sterben. unfotografierbar.

niederschlag – leichter niesel und bedrückender nebel am sonntag – eimerweise regen am montag.

oben – nämlich ganz oben. 873 meter in your face, aldä.

pinguin – erst ausgestopft, dann aussortiert.

qualle – ein tier, das wir nicht bewundern konnten und mit q anfängt.
rotlichtviertel – sokcho ist eine hafenstadt, wie man sie sich vorstellt. schaut man in die kleinen straßen richtung wasser, sieht man am ende schiffe vor anker liegen. kein bürgersteig ist heile, keine fassade makellos – trotzdem quellen die einkaufsstraßen über mit menschen und geschäften. frische meeresluft wechselt sich ab mit nicht so frischer meeresluft. holzplanken über frischen zement. am straßenrand stehen große aquarien mit plattfischen, seegurken und lebenden kraken in netzen – alles zum verzehr gedacht. die bordelle sehen aus wie gemeinschaftsküchen mit schaufenster. gleich daneben ein haus mit kinderfahrrädern davor. knallbunte leuchtdeko. über den dächern sieht man die spitzen der stadtrand-plattenbauten. rote neonkreuze, und zwischen den bunten frickel-häusern stehen ab und zu tatsächlich ruinen – sowas gibt es in seoul nicht.

a ship in the night – am samstagabend fanden wir uns hier ein, um unsere flucht aus der stadt zu feiern. bis auf ein paar bekannte des personals blieben wir die einzigen gäste an diesem abend und versanken tief in den sofas. erst der gedanke an ein letztes bier auf dem hosteldach konnte uns dann aus der spelunke treiben.
tonwertkorrektur – ich entschuldige mich hiermit für die fehlende bildbearbeitung.
ulsanbawi – am samstag machten wir uns auf, eben jenen gipfel im seoraksan-gebirge zu besteigen. der weg war abenteuerlich – zweieinhalb stunden aufstieg. unbefestigte geröllwege – unzählige nasse metallstufen. der nebel behinderte jedes gespür für höhe oder zurückgelegten weg. als wir endlich oben waren, gab es nichts zu sehen. unsere hoffnung am gipfel über ein sonniges wolkenmeer zu schauen, erfüllten sich nicht. nach kurzer pause ließen wir den medaillenstand links liegen und machten uns wieder auf den rückweg. mit zitternen waden ließen wir uns am ersten biergarten nieder (es kam einem biergarten zumindest sehr nahe), machten rast und ließen unseren frust am essen aus. das rächte sich mit angenehmer schärfe (siehe essen).

visuelle berieselung – im hostel hatten wir das erste mal die chance uns ausführlicher mit dem koreanischen fernsehprogramm zu beschäftigen. es ist wie zu erwarten sehr bunt. es gibt abgefahrene talk-gameshow-mixturen, die im sekundentakt von einblendungen, untertiteln, sprechblasen, jingles, eingespielten lachern, videoeffekten und cliparts zerhackt werden. es gibt amerikanische, italienische und arabische filme mit untertiteln. es gibt glattgeleckte werbung im neunziger-jahre-stil. es gibt billigproduzierte historien-telenovelas und baseball, baseball und baseball. die einzige synchronisierte sendung die lief, war grey’s anatomy.
(das heimliche) wahrzeichen – da sind wohl die gelder ausgegangen – erinnert etwas an diesen riesigen rohbau in pjöngjang.

x – ein buchstabe zwischen w und y.
youtube – die, denen es an zeit nicht mangelt, können dank einer bekannten videoplattform zweieinhalb minuten äußerst spannender busfahrt durch koreanische landschaft bewundern. der film ist zwar nicht von uns, aber sehr repräsentativ für unsere busfahrt von sokcho zum seoraksan nationalpark. man beachte den soldaten bei 1:05 – eine sehr alltägliche beobachtung in südkorea.
zufall – auf dem ulsanbawi-gipfel, uns gerade noch an der nebligen undefinierbarkeit der umgebung ergötzend, trafen wir doch tatsächlich einen anderen austauschstudenten aus deutschland mit dem wir uns eine ganze weile unterhielten. irritierend.
binebski


